
Start / Checklisten / Jahres-Finanzcheck
Der Jahreswechsel ist der beste Termin, um die eigenen Finanzen einmal geradezuziehen. Eine Stunde, fünf Bereiche — und Sie wissen wieder genau, wo Sie stehen.
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Die meisten Finanzentscheidungen trifft man einmal und schaut dann jahrelang nicht mehr hin. Genau dort schleichen sich Lücken ein: Der Freistellungsauftrag ist zu niedrig, die Sparrate steht seit fünf Jahren still, die Versicherung passt nicht mehr zum Leben. Diese Liste holt das in einem Rutsch nach.
Tipp: Über das Info-Symbol neben jedem Punkt öffnen Sie eine ausführliche Erklärung — warum der Punkt zählt und worauf es ankommt.
Die Punkte, bei denen Sie sich Geld schenken, wenn Sie sie übersehen.
Kapitalerträge bis zum Sparer-Pauschbetrag bleiben steuerfrei — aber nur, wenn ein Freistellungsauftrag vorliegt. Wer mehrere Banken hat, muss den Betrag aufteilen; liegt er bei der falschen Bank, führt die andere Abgeltungsteuer ab, die Sie sich später mühsam über die Steuererklärung zurückholen müssen.
Kontoführungsgebühren, Kreditkartenjahresbeiträge, Depotentgelte — einzeln klein, in Summe über Jahre erheblich. Prüfen Sie einmal jährlich, was Sie tatsächlich nutzen. Ein Wechsel ist heute in wenigen Minuten erledigt.
Der Notgroschen ist die Grundlage jeder Geldanlage: Er verhindert, dass Sie bei einer kaputten Waschmaschine oder einem Jobwechsel Ihr Depot zum ungünstigsten Zeitpunkt auflösen müssen. Er gehört auf ein Tagesgeldkonto — nicht ins Depot, nicht in einen Fonds.
Streaming, Fitness, Versicherungen für Kleinigkeiten: Ein Blick auf die letzten drei Kontoauszüge fördert fast immer etwas zutage. Was Sie hier freiräumen, können Sie direkt in die Sparrate umleiten — spürbar, ohne dass Sie auf etwas verzichten.
Ein Jahr Gehaltsentwicklung — und die Sparrate steht noch auf dem Stand von damals.
Die wirksamste Sparregel überhaupt: Erhöhen Sie die Sparrate immer dann, wenn das Einkommen steigt — und zwar sofort. Wer das Geld nie auf dem Konto sieht, vermisst es auch nicht. Andernfalls wächst mit dem Gehalt vor allem der Lebensstil.
Ein Klumpenrisiko entsteht schleichend: Die eine Position ist gut gelaufen und macht plötzlich einen großen Teil des Depots aus. Auch Aktien des eigenen Arbeitgebers sind heikel — dann hängen Job und Vermögen am selben Schicksal. Streuung ist der einzige Schutz, den es gratis gibt.
Kosten sind das Einzige an der Geldanlage, das mit Sicherheit eintritt — die Rendite ist es nicht. Ein Unterschied von einem Prozentpunkt pro Jahr kostet über Jahrzehnte einen erheblichen Teil des Endvermögens. Prüfen Sie die laufenden Kosten Ihrer Fonds und die Depotgebühren.
Geld, das in zwei Jahren für den Hauskauf gebraucht wird, gehört nicht in schwankende Anlagen — Geld für den Ruhestand in zwanzig Jahren dagegen schon. Wenn sich Ihre Pläne ändern, muss die Anlage mitziehen. Genau das wird meistens vergessen.
Nicht mehr, sondern die richtigen — passend zu dem Leben, das Sie heute führen.
Versichern Sie das, was Sie ruinieren könnte — nicht das, was ärgerlich wäre. Die Privathaftpflicht ist die wichtigste und günstigste Police überhaupt. Handyversicherung und ähnliche Kleinpolicen sind meist ihr Geld nicht wert.
Eine Berufsunfähigkeitsrente, die vor zehn Jahren zum Gehalt passte, reicht heute oft nicht mehr. Viele Verträge haben eine Nachversicherungsgarantie, mit der Sie ohne erneute Gesundheitsprüfung erhöhen können — nach Heirat, Geburt oder Immobilienkauf. Diese Möglichkeit verfällt, wenn man sie nicht nutzt.
Nach dem Zusammenziehen zahlen Paare oft doppelt: zwei Haftpflichten, zwei Hausrat, zwei Rechtsschutz. Meist genügt eine — der ältere Vertrag bleibt in der Regel bestehen, der jüngere kann gekündigt werden.
Die Versicherung zahlt an die Person, die im Vertrag steht — nicht an die, die Sie heute meinen. Nach einer Trennung ist ein vergessener Bezugsberechtigter ein Fehler, der sich später nicht mehr korrigieren lässt.
Der Punkt, an dem sich früh sein am meisten auszahlt.
Die ausgewiesene Rente ist ein Bruttowert von heute: Davon gehen später noch Steuern sowie Kranken- und Pflegeversicherung ab, und die Inflation nagt am Rest. Was am Ende ankommt, ist deutlich weniger, als die Zahl vermuten lässt. Genau deshalb lohnt der ehrliche Blick.
Rechnen Sie mit dem Lebensstandard, den Sie behalten möchten, nicht mit dem gesetzlichen Minimum. Die Lücke verändert sich mit jedem Gehaltssprung — deshalb gehört sie einmal im Jahr aktualisiert, nicht einmal im Leben.
Arbeitgeber müssen einen Teil der Entgeltumwandlung bezuschussen, viele zahlen freiwillig mehr. Wer diesen Zuschuss nicht ausschöpft, verschenkt echtes Geld. Achten Sie zugleich darauf, dass in der Auszahlphase Steuern und Sozialabgaben anfallen — die Rechnung sollte insgesamt aufgehen.
Alte Verträge sind nicht automatisch schlecht — manche haben Garantiezinsen, die es heute nicht mehr gibt, und gehören unbedingt behalten. Andere sind teuer und schwach. Diese Unterscheidung ist der Kern eines guten Vorsorge-Checks.
Eine Stunde Ordnung spart im Frühjahr einen ganzen Nachmittag.
Handwerkerleistungen sind anteilig direkt von der Steuerschuld absetzbar — aber nur der Lohnanteil und nur bei Überweisung, nie bei Barzahlung. Wer das erst im Frühjahr merkt, kann es nicht mehr heilen. Ein einfacher Ordner oder ein Foto-Ordner am Handy genügt.
Die große Mehrheit der Abgaben führt zu einer Erstattung — der Durchschnitt liegt im vierstelligen Bereich. Wer nicht abgeben muss, hat dafür rückwirkend mehrere Jahre Zeit. Es ist also selten zu spät.
Steuerunterlagen bewahren Privatpersonen üblicherweise einige Jahre auf, Kaufverträge und Handwerkerrechnungen für Immobilien deutlich länger — sie sind Nachweis für Gewährleistung und später für den Verkauf. Kontoauszüge sollten die Verjährungsfrist überdauern.
Der Jahres-Check ist der natürliche Termin, um auch den Notfallordner zu aktualisieren: neue Konten, geänderte Policen, neue Zugänge. So bleibt er im Ernstfall verlässlich.
Diese Checkliste ist eine unverbindliche Serviceleistung und ersetzt keine individuelle Beratung — insbesondere keine Rechts- oder Steuerberatung. Keine Rendite- oder Erfolgsversprechen.
Ein ehrliches Gespräch, kostenlos und unverbindlich. Danach wissen Sie, wo Sie stehen — und wie sich Ihre Ziele wirklich erreichen lassen.
Antwort innerhalb von 24 Stunden — keine Vertragsbindung, kein Kleingedrucktes.
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